Angleichung des Bescheides

Im Regelfall wird das Wohngeld für die Dauer eines Jahres bewilligt. Aber auch in dieser Zeit kann es zu Änderungen in der Familiensituation kommen, die eine Angleichung des Bescheides nötig machen. Das kann sowohl eine Änderung in der Höhe der Zuwendung bedeuten als auch den Anspruch selbst verändern. Eine Erhöhung oder Verringerung des Wohngeldanspruchs kann zum Beispiel durch die Veränderung der Personenzahl erfolgen. Aber auch der Wegfall des Anspruchs kann auftreten, wenn sich Grundlegendes ändert. Für die Erhöhung des Wohngeldes während des Bewilligungszeitraumes kommt folgendes in Betracht: Die Anzahl der Haushaltsmitglieder hat sich erhöht (beispielsweise Geburt eines Kindes), die Miete bzw. Belastung durch Eigentum ist um mehr als 15 % gestiegen oder das Gesamteinkommen hat sich um mehr als 15% verringert. Um in den Genuss einer Erhöhung zu kommen, müssen Sie diese jedoch beantragen. Ebenso kann sich die Höhe des Anspruchs verringern, und zwar wenn sich die Miete oder Belastung um mehr als 15% verringert hat, oder sich das Gesamteinkommen um mehr als 15% erhöht hat. Die Mitteilungspflicht des Hilfeempfängers hat hier die Neuberechnung zur Folge. Ein kompletter Wegfall des Anspruchs kann erfolgen wenn der entsprechende Wohnraum aufgegeben wird, eine Zweckentfremdung der Zuwendung nachweisbar ist oder der Berechtigte nicht mehr lebt. Ein Umzug ist sofort zu melden.

Haben Sie einen Neuantrag oder Veränderungsantrag formlos eingereicht, bekommen Sie das Formular zugestellt und müssen dies ausfüllen. Dazu werden aber noch mehr Unterlagen benötigt. Welche das sind, erfahren Sie beispielsweise im Internet. Das Antragsformular ist leider nicht bundesweit einheitlich, das heißt, Sie sollten auch nur das ausfüllen, dass Ihnen zugeschickt wurde. Da dies länderspezifisch geregelt ist, sollten Sie sich erkundigen, was in Ihrem Bundesland möglich und nötig ist.

Das sicherste Mittel, Kinder zu verlieren, ist, sie immer behalten zu wollen.

-Adolf Sommerauer-