Einkommenskatalog

Um keine Probleme bei der Berechnung des Einkommens aufkommen zu lassen, wurden alle erdenklichen Einkommensarten in einem sogenannten Einkommenskatalog zusammengefasst. Allerdings kann es dennoch passieren, dass bei der Vielzahl der Möglichkeiten Probleme auftreten, weil ein Einkommen nicht zuzuordnen ist. Eine weitere Tabelle dient als Orientierung, ob das Einkommen so hoch liegt, dass es nicht aussichtsreich ist, das Wohngeld zu beantragen. Diese Tabelle ist im Internet verfügbar. Ein weiterer wichtiger Bestandteil für die Berechnung des Wohngeldes ist die Höhe der Miete. Diese wird nur bezuschusst, wenn Sie nicht unangemessen hoch ist. Daher wird nicht jede tatsächliche Miete oder Belastung berücksichtigt, sondern nur ein entsprechender Höchstbetrag. Dieser richtet sich wiederum nach der Mietstufe. Diese wurde für jede Gemeinde festgelegt. Dabei werden die unterschiedlichen Kosten für Wohnungen nach regionalen Gesichtspunkten berücksichtigt. Beispielsweise herrscht in München die Mietstufe VI. Dies bedeutet, dass für eine dortige 3-Zimmer-Wohnung eine Höchstmiete von 501 Euro zur Berechnung herangezogen wird. Zahlt eine Familie mehr, bleibt die Differenz unberücksichtigt. Welcher Höchstbetrag gilt ergibt sich also aus der Mietstufe und der Anzahl der betroffenen Personen. Wichtig ist vor allem eines: Den Antrag rechtzeitig zu stellen. Denn das Wohngeld wird nicht rückwirkend gezahlt, sondern frühestens ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Haben Sie Bedenken, dass Sie den Antrag rechtzeitig korrekt ausgefüllt abgeben können, stellen Sie den Antrag zunächst formlos. So ist gewährleistet, dass der Anspruch auf Wohngeld bereits beginnt. Das gibt Ihnen die Ruhe und Zeit das Formular auszufüllen und alle erforderlichen Unterlagen beizubringen. Haben Sie den formlosen Antrag eingereicht, bekommen Sie das Formular vom Wohngeldamt zugeschickt.

Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie die Ungerechtigkeit.

-Charles Dickens-