Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Eine der Voraussetzungen, die beim Wohngeld zur Berechnung herangezogen werden, ist die Zahl der Haushaltsmitglieder. Dazu zählen die Ehegatten, Lebenspartner, Personen, die mit einem der Haushaltsmitglieder in einer Verantwortungs- und Einstehungsgemeinschaft leben, Eltern und Kinder, sowie Stief- und Adoptivkinder, Geschwister, Onkel und Tanten, Schiegereltern und Schwiegerkinder, Schwager und Schwägerin, Pflegkinder und Pflegeeltern. Natürlich nur in dem Fall, wo sie gemeinsam mit diesen Personen einen Haushalt bilden. Dafür wird geprüft, ob für die angegebenen Personen die Wohnung, für die der Zuschuss beantragt wurde, der Mittelpunkt der Lebensbeziehung ist. Erhöht sich die Zahl der Haushaltsmitglieder, was durch Zuzug oder Geburt eines Kindes geschehen kann, wird der Wohngeldanspruch überprüft, und gegebenenfalls angepasst. Eine Regelung, die den Begünstigten weitgehend entgegenkommt, ist die Todesfallregelung. Stirbt nämlich im Bewilligungszeitrum eine dem Haushalt zugehörige Person, so wird das einmal bewilligte Wohngeld für 12 Monate in der alten Höhe weitergezahlt. Erst dann wird die Person nicht mehr mit berücksichtigt. Gibt man allerdings während dieser 12 Monate die Wohnung auf, so entfällt dieser Bonus. Allerdings kann es sein, dass es Haushaltsmitglieder gibt, die vom Wohngeld ausgeschlossen sind. Dies ist der Fall, wenn Empfänger von Transferleistungen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft sind.



Ebenfalls ausgeschlossen sind Personen, die ALG2 beziehen, Grundsicherung bekommen, Zuschüsse nach §22 Abs. 7 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch erhalten, Übergangsgeld oder Verletztengeld beziehen, oder andere Leistungen, in denen die Kosten der Unterkunft bereits berücksichtigt sind. Auch wer Transferleistungen aufgrund von Sanktionen nicht mehr erhält, ist vom Wohngeld ausgeschlossen. Besonders solche Dinge führen dann zu Streitigkeiten, wenn es um die Berechnung des Wohngeldes geht.

Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.

-Marie von Ebner-Eschenbach-