Wohngeld bei steigenden Mieten und Nebenkosten

Steigende Mieten und höhere Nebenkosten sind ein oft gehörtes Thema für viele Menschen und Haushalte in Deutschland. Gerade bei Mieterhöhungen oder steigenden Heizkosten oder hohen Nebenkostenabrechnungen kann Wohngeld eine wichtige finanzielle Entlastung darstellen. Ziel des Wohngeldes ist es, Haushalte mit geringem Einkommen dabei zu unterstützen, angemessenen Wohnraum dauerhaft zu sichern. Bei der Berechnung des Wohngeldes wird nicht nur die Kaltmiete, sondern auch ein Teil der umlagefähigen Nebenkosten berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem Kosten für Wasser, Abwasser, Müllentsorgung und Grundsteuer. Nicht anerkannt werden hingegen Stromkosten oder Kosten für Internet und Telefon. Steigen die berücksichtigungsfähigen Kosten deutlich, kann sich der Anspruch auf Wohngeld erhöhen. Wer bereits Wohngeld bezieht, sollte bei einer Mieterhöhung oder stark gestiegenen Nebenkosten unverzüglich einen Änderungsantrag stellen. Eine automatische Anpassung erfolgt nicht. Ohne Antrag bleibt die Wohngeldhöhe unverändert, selbst wenn die Wohnkosten erheblich gestiegen sind.

Auch Personen, die bisher keinen Anspruch auf Wohngeld hatten, sollten bei steigenden Wohnkosten eine neue Wohngeldberechnung durchführen lassen. Besonders nach einer neuen Nebenkostenabrechnung oder einer Anpassung der Miete kann erstmals ein Anspruch entstehen. Wohngeld kann helfen, finanzielle Engpässe zu vermeiden und den Verbleib in der eigenen Wohnung zu sichern. Wer also von steigenden Mieten betroffen ist, sollte umgehend überprüfen, ob auch mehr Wohngeld zusteht. So kann man die steigenden Mieten teilweise gut entgegenwirken.